PlaySony

  • Specials
  • News
  • Testspiegel
  • Shops
    • Fanshop
    • Gameshop
  • Impressum

Die Geschichte der Videospiel-Heldinnen

21. Jun 2009, 19:42

Der Videospiel-Markt ist geradezu übersät mit männlichen Charakteren. Jedoch scheinen die Entwickler heutzutage das Potenzial von weiblichen Heldinnen zu erkennen und kreieren immer mehr Spiele mit einer Dame als Hauptperson. Die Tomb-Raider-Reihe wurde dafür weltbekannt und potenzielle Hits wie Beyond Good & Evil 2 und Bayonetta warten noch auf uns. Doch wer war eigentlich die erste Frau in einem Videospiel? Welche Auswirkungen hatte das auf die Zukunft? Das erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.


Den ruhmreichen Titel als erste Frau in einem Spiel darf Ms. Pac-Man auf sich nehmen, die im gleichnamigen Videospiel im Jahre 1981 auf dem Arcade-System ihr Debut feierte. Das Spielprinzip war mit vier Labyrinthen im Gegensatz zum allseits bekannten Pillenfresser Pac-Man sogar abwechslungsreicher. Die Änderung des gelben Smileys hielt sich aber in Grenzen: Ein roter Mund, eine rote Schleife, ein kleiner Schönheitsfleck – schon war die erste Dame in einem Videospiel geboren.

mspacman.jpg
mspacman.jpg (25.6 KiB) 111-mal betrachtet


1987 schickte Nintendo mit Metroid den nächsten weiblichen Hauptcharakter ins Rennen. Allerdings war und ist vielen Spielern gar nicht klar, dass es sich bei Samus um eine Frau handelt. Mit dem engen Kampfanzug und den dicken Wummen wurde das auch deutlich tuschiert. Seitdem entpuppte sich die Metroid-Serie als wahrer Kassenschlager und ist bei vielen Nintendo-Anhängern gar nicht mehr wegzudenken.

samusaran.jpg
samusaran.jpg (15.94 KiB) 111-mal betrachtet


Im Jahre 1996 erschien der erste Teil der berühmt berüchtigten Resident-Evil-Serie. Capcom ließ den Spielern nicht nur Chris Redfield steuern, sondern stellte gleichzeitig auch Jill Valentine als optionale spielbare Heldin bereit, die sich über ein kräftigeres Waffenarsenal freuen konnte.

jillvalentine.jpg
jillvalentine.jpg (8.08 KiB) 111-mal betrachtet


Von da an erkannten die Spieleschmieden das Potenzial weiblicher Videospiel-Figuren und überfluteten den Markt förmlich damit. Sogleich erschien der erste Teil der Tomb-Raider-Reihe, wobei die Entwickler ursprünglich einen kräftigen Mann im Sinn hatten. Durch Zufall entschieden sie sich für eine Frau und landeten damit einen wahren Top-Seller. Lara Croft hat mittlerweile Kultstatus erlangt. Während diese mit sexuellen Schauwert vor allem die männlichen Spieler begeistert, schaffen es in den folgenden Jahren ganz andere Kaliber in unser virtuelles Hobby. Bestes Beispiel dafür ist Jade, die die Hauptrolle im hervorragendem, aber dennoch kommerziell unerfolgreichem Beyond Good & Evil von Ubisoft übernimmt.

Bleibt nur noch die Aussicht auf die Zukunft: Ein zweiter Teil zum gerade angesprochenem Beyond Good & Evil wurde vor einiger Zeit angekündigt. Bislang gab es aber nur sehr wenig Veranschaulichungs-Material und auch mit neuen Infos hält man sich bei Ubisoft zurück. Ein Hitkandidat ist es allemal, allerdings ist es fraglich, ob sich die Fortsetzung im Gegensatz zum Vorgänger besser verkaufen kann.

Darüber hinaus macht auch die namensgebende Hexe Bayonetta mit ihren roten langen Haaren einen guten Eindruck. Sie soll bis zu den Zähnen bewaffnet sein und sogar mit ihren High-Heels die Gegner umnieten können. Erste Bilder und Trailer zeigen jedenfalls jetzt schon das enorme Potenzial des Action-Titels. Ob er am Ende wirklich überzeugt, bleibt abzuwarten.

Allerdings wird es nicht nur komplette Neuschöpfungen geben, sondern bewährte Spielprinzipien werden natürlich auch fortgesetzt. Da wäre zum Beispiel erneut die Tomb-Raider-Reihe, Nariko von Heavenly Sword, Cate Archer von No one lives forever oder die unzähligen Mädchen des Prüglers Soulcalibur.

Das sind nur wenige Namen von Videospiel-Heldinnen, die auch künftig den Männern hin und wieder die Kinnlade herunter klappen lässt. Wie sich der Markt orientieren und entwickeln wird, steht aber noch in den Sternen.
 

Copyright © 2009 by playsony.de
Design & Code by kl-design.eu